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Was ist eine E-Rechnung? Einfach erklärt

Was ist eine E-Rechnung? Einfach erklärt

Du hast von der E-Rechnungspflicht gehört, aber weißt nicht genau was eine E-Rechnung eigentlich ist? Hier erfährst du alles was du wissen musst — ohne Fachchinesisch.

Was genau ist eine E-Rechnung?

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das von Software automatisch gelesen und verarbeitet werden kann. Das klingt technisch, ist aber einfach:

Der entscheidende Unterschied: Eine E-Rechnung ist nicht einfach eine Rechnung, die du per Mail verschickst. Sie enthält strukturierte Daten, die Computer ohne menschliche Hilfe verarbeiten können.

Welche Formate gibt es?

In Deutschland sind zwei Formate relevant:

Format Was ist das? Für wen?
ZUGFeRD PDF mit eingebettetem XML B2B — die meisten Freelancer und Unternehmen
XRechnung Reines XML ohne PDF B2G — vor allem Behörden und öffentliche Auftraggeber

Beide Formate erfüllen die europäische Norm EN 16931. Wenn du als Freelancer oder Kleinunternehmer Rechnungen an andere Unternehmen stellst, ist ZUGFeRD in der Regel die richtige Wahl. Die technischen Unterschiede haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst: ZUGFeRD vs. XRechnung im Vergleich.

Wer braucht eine E-Rechnung?

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Die Versandpflicht wird stufenweise eingeführt:

Das bedeutet: Auch wenn du heute noch keine E-Rechnungen versenden musst, kommt die Pflicht auf dich zu. Die genauen Fristen und Übergangsregelungen findest du in unserem Überblick zur E-Rechnungspflicht. Auch als Kleinunternehmer nach § 19 UStG bist du von der Empfangspflicht bereits heute betroffen.

Warum reicht eine PDF per Mail nicht?

Eine PDF ist im Grunde ein digitales Foto deiner Rechnung. Dein Kunde muss die Rechnungsnummer, den Betrag und alle weiteren Daten manuell abtippen oder mit OCR-Software scannen — fehleranfällig und aufwändig.

Eine E-Rechnung enthält dagegen alle Daten in einem standardisierten Format. Die Buchhaltungssoftware deines Kunden kann die Rechnung automatisch einlesen und verbuchen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und ist ab 2028 Pflicht.

Wenn du selbst E-Rechnungen bekommst, gelten dieselben Anforderungen umgekehrt: Sie müssen technisch sauber sein und revisionssicher abgelegt werden. Dazu haben wir einen eigenen Ratgeber zum Empfang und Archivieren von E-Rechnungen geschrieben.

Was muss ich jetzt tun?

Wenn du Rechnungen schreibst, solltest du dich jetzt vorbereiten:

  1. Verstehen: Eine PDF per Mail ist keine E-Rechnung.
  2. Tool wählen: Du brauchst Software die ZUGFeRD oder XRechnung erzeugen kann.
  3. Loslegen: Je früher du umsteigst, desto weniger Stress am Stichtag.

Tools wie Zack erstellen automatisch gesetzeskonforme E-Rechnungen in beiden Formaten — du musst dich nicht mit den technischen Details beschäftigen. Wenn du gerade erst startest, hilft dir unser Ratgeber zur ersten Rechnung als Freelancer bei den Pflichtangaben.

Fazit

E-Rechnungen sind kein optionales Nice-to-have mehr, sondern werden schrittweise zur Pflicht. Die gute Nachricht: Der Umstieg ist einfacher als du denkst. Mit dem richtigen Tool brauchst du kein Vorwissen und keine zwei Minuten pro Rechnung.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für individuelle Fragen wende dich an deinen Steuerberater.

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